Dieser – bis auf die speziellen Anbauteile – un-scheinbare Audi A6 Avant kann dank der BFFT-Spezialbehandlung nun vollautonom fahren
Auch im Interieur des Testträgers blieb nicht viel beim Alten. Kameras sitzen hinter der Frontschei-be, jede Menge Stecker und Anschlüsse verstecken sich im Dachhimmel
Dieser – bis auf die speziellen Anbauteile – un-scheinbare Audi A6 Avant kann dank der BFFT-Spezialbehandlung nun vollautonom fahren
13 hochspezialisierten Kameras, acht Radar- und vier Laser-Sensoren haben die BFFT-Techniker rund um das Auto verteilt. Damit wird die komplette Umgebung abgescannt
Im Kofferraum sitzt die komplexe Computer-Technologie, die – mit Hilfe der langjährigen Exper-tise des FZI – die digital gewonnenen Informationen in eine virtuelle Umgebung übersetzt
Auch im Fond kann allerhand Equipment angeschlossen werden
Im Kofferraum sitzt die komplexe Computer-Technologie, die – mit Hilfe der langjährigen Exper-tise des FZI – die digital gewonnenen Informationen in eine virtuelle Umgebung übersetzt
Auch in der Mittelkonsole kann allerhand Equipment angeschlossen werden
13 hochspezialisierten Kameras, acht Radar- und vier Laser-Sensoren haben die BFFT-Techniker rund um das Auto verteilt. Damit wird die komplette Umgebung abgescannt
16.04.2018

BFFT baut autonomen Versuchsträger

Wann übernehmen autonome Technologien das Fahren? Um diese Frage zu beantworten, hat BFFT in Zusammenarbeit mit dem Karlsruher FZI Forschungszentrum Informatik und dem US-amerikanischen Automobilzulieferer Visteon einen vollautonomen Versuchsträger auf Basis eines Audi A6 Avant aufgebaut.

Dabei arbeiten Visteon als Auftraggeber, das FZI als Wissenschaftspartner mit langjähriger Erfahrung im autonomen Fahren und BFFT, der Spezialist für den Aufbau leistungsfähiger Prototypen, Hand in Hand. Die Konzeption des Fahrzeugs leitete das FZI, die Sensorik wurde von Visteon und dem FZI ausgewählt und bereitgestellt. Der Einbau und die exakte Applikation auf das Fahrzeug erfolgten in rund anderthalb Monaten Detailarbeit bei BFFT. Dabei ist das aktuelle Projekt nicht die erste Kooperation dieser Art: Bereits 2011 hatte BFFT für das FZI Forschungszentrum Informatik das Forschungsfahrzeug „CoCar“ auf Basis eines Audi Q5 der ersten Generation aufgebaut und dieses zwei Jahre später nochmals aktualisiert.

13 hochspezialisierten Kameras, acht Radar- und vier Laser-Sensoren haben die BFFT-Techniker rund um das Auto verteilt. Damit wird die komplette Umgebung abgescannt. (Foto: BFFT/J. Kleinbauer)

 

Mit dem Versuchsträger wollen die Spezialisten einem der komplexesten Einsatzgebiete künftiger Mobilität den Schrecken nehmen – der Innenstadt. Wegen des hohen Verkehrsaufkommens, vieler Kreuzungen und Ampelsystemen ist hier ein intensives Zusammenspiel der einzelnen Sensoren gefragt. Das Setup muss jederzeit alle Umgebungsobjekte überwachen können, die verschiedenen Hindernisarten parallel analysieren und in Sekundenbruchteilen auf neue Impulse reagieren.

Auch im Interieur des Testträgers blieb nicht viel beim Alten. Kameras sitzen hinter der Frontschei-be, jede Menge Stecker und Anschlüsse verstecken sich im Dachhimmel. (Foto: BFFT/J. Kleinbauer)

 

Auch im Hochgeschwindigkeitsbereich fährt der Versuchsträger voll autonom – und muss dafür andere Fahrzeuge über eine lange Distanz und bei hohem Tempo beobachten. Deshalb hat BFFT das Sensorarrangement größtenteils redundant ausgelegt. 13 hochspezialisierte Kameras arbeiten rund um das Auto mit acht Radar- und vier Laser-Sensoren zusammen. Dazu gesellt sich die interne GPS-Positionierung über das Navigationssystem – quasi als valide Datenbasis, auf der die Sensorik ihre Detailumgebung aufbaut. Auch an einen autonomen Parkservice haben die Entwickler gedacht: Ist keine GPS-Verbindung möglich – etwa in Parkhäusern –, so greift der A6 auf seine optische Sensorik zurück und lenkt sich selbst bei niedriger Geschwindigkeit in eine freie Parklücke.

Im Kofferraum sorgt ein Hochleistungs-Rechensystem für das Zusammenspiel der Sensoren und bringt das entstandene digitale Bild mit der Realität exakt in Einklang. Schließlich kommt es in der Praxis im Zweifel auf jeden Millimeter an, den das Gesamtsystem genauer arbeitet.

Im Kofferraum sitzt die komplexe Computer-Technologie, die – mit Hilfe der langjährigen Exper-tise des FZI – die digital gewonnenen Informationen in eine virtuelle Umgebung übersetzt. (Foto: BFFT/J. Kleinbauer)

 

Aktuell ist der autonome A6 bei Visteon im Testeinsatz und baut eine detaillierte Datenbasis auf, die in nicht allzu ferner Zukunft den Grundstein für das autonome Fahren legen soll.

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