BFFT Batteriezellensimultor
Der modulare Aufbau ermöglicht kunndenspezifische Lösungen
12.11.2014

BFFT entwickelt eigenen Batteriezellensimulator

Das Haushalten mit Energie erweist sich bei elektrifizierten Fahrzeugen als besonders kritisch. Die Effizienz, Zuverlässigkeit und Sicherheit der Lithium-Ionen-Batterien hängen in großem Maße von ihrer elektronischen Steuerung, dem Batteriemanagementsystem (BMS), ab. Aufgabe eines solchen Systems ist es, die Ladung und Entladung der Batterien zu überwachen sowie zu regeln. Von der übergeordneten Kommunikation mit dem Antriebsstrang über Diagnose, Sicherheitsüberwachung, Messung und Kontrolle des Ladezustands der Batterie bis hin zum Balancing der einzelnen Zellen – das BMS übernimmt Aufgaben auf unterschiedlichsten Funktionsebenen. Derartiges Energie-und Batteriemanagement lässt sich mit Tests sowohl virtuell als auch real unter Laborbedingungen bereits in frühen Entwicklungsphasen validieren. Dabei werden Hard- & Software-Komponenten unter anderem durch Simulationsmodelle ersetzt, die im Herstellungsprozess Kosten- und Zeiteinsparungen ermöglichen.

Vor diesem Hintergrund entstand bei BFFT, wo die Konzeption sowie das Testen von Energiespeichersystemen ein wesentlicher Bestandteil des Leistungsportfolios ist, ein Batteriezellensimulator in Eigenentwicklung. Mit diesem können sämtliche Komponenten eines BMS auf Herz und Nieren geprüft werden. Mittels programmierbarer Testfälle (u.a. Spannung, Temperatur, Leitungsmanipulation) kann die gesamte Batterieumgebung bis hin zur einzelnen Zelle simuliert und manipuliert werden. Die Tests laufen dabei entweder völlig automatisiert ab oder können manuell gesteuert werden. Die Besonderheit des eigenentwickelten Batteriezellensimulators liegt im modularen Aufbau: BFFT kann das System in kürzester Zeit kundenspezifisch ausliefern und im Vergleich zu Wettbewerbern kostengünstig anbieten. Einige der Simulatoren befinden sich deshalb bereits bei Kunden des VW-Konzerns im Einsatz.