22.01.2018

Damit alles glatt geht – Die BFFT-Abteilung Prüfsystemtechnik hält das Testprogramm am Laufen

Bevor ein Auto schlussendlich aus dem Händler-Showroom rollt und beim späteren Besitzer in der Einfahrt parkt, fällt so einiges an Entwicklungsarbeit an – schließlich will kein Autobauer seinem Kunden ein unfertiges Produkt ausliefern. Gerade in der heutigen Zeit, in der mehr und mehr digitale Elemente ins Auto einziehen, werden die Ansprüche an die Testteams immer komplexer. Daher stellen wir Euch diesmal die Abteilung Prüfsystemtechnik im Hause BFFT im Detail vor:

In der Werkstatt werden die individuell konfigurierbaren HIL-Prüfstände nach Kundenwunsch gefertigt. (Foto: BFFT)

 

Komplexere Technik erfordert clevere Lösungen

Was früher noch größtenteils mechanisch vonstattenging, erfordert heute so einiges an Ingenieurswissen. Selbst ein einst so rudimentäres Bauteil wie der Blinker wird bei neuen Modellen von Dutzenden digitalen Schaltkreisen und Steuergeräten mit Informationen versorgt. Um dessen Funktion im Alltagsbetrieb sicherzustellen, müssen die BFFT-Techniker jedes noch so kleine Bauteil auf Herz und Nieren testen, verschiedenste Szenarien durchspielen und schließlich die entstandenen Fehlfunktionen auswerten und beseitigen.

Ein BFFT-Mitarbeiter konfiguriert den Testaufbau. (Foto: BFFT)

 

Perfekt ausgerüstet für jede Eventualität

Für diese wichtige Arbeit ist natürlich das passende Equipment von höchster Bedeutung – und hier kommt die Abteilung Prüfsystemtechnik bei BFFT zum Zuge: Theoretisch wären – um sämtliche elektronischen Systeme im Fahrzeug einzeln oder in Kombination mit anderen prüfen zu können – genauso viele unterschiedlich konfigurierte Prüfstände wie Baugruppen nötig. Da dies bei der Vielzahl der Kombinationsmöglichkeiten und der immer komplexer werdenden Elektronik im Auto schlicht nicht machbar ist, hat BFFT sein modulares Prüfstand-Baukastensystem MTB entwickelt, welches perfekt an das jeweilige Anforderungsprofil des Kunden angepasst werden kann. Dieser „Modulare Testbench Baukasten“ lässt sich schnell und effizient an die jeweilige Anforderung anpassen, ohne für jede Schraube extra im Testwagen herumkriechen zu müssen. Als zusätzliches Schmankerl sind mit dem MTB manuelle und automatisierte Tests durch eine Restbussimulation und Busmanipulation möglich.

Ein modularer Beispiel-Aufbau, um Infotainment-Systeme prüfen und absichern zu können. (Foto: BFFT)

 

Ein System – unbegrenzte Möglichkeiten

BFFTs „Modularer Testbench Baukasten“ ist quasi die eierlegende Wollmilchsau im hauseigenen Produktportfolio: Am Basismodul, welches in etwa nur die Stellfläche eines gewöhnlichen Laptops einnimmt, lässt sich das komplette Infotainmentsystem eines Fahrzeugs integrieren. Dabei sind die Komponenten und Messvorrichtungen durch den offenen Aufbau perfekt erreichbar. Ansteckbare Erweiterungsmodule machen das System zum vollwertigen und autarken Prüfstand, die integrierte Trolleyfunktion mit Griff und Rollen macht den MTB auf Wunsch sogar mobil.

Das Tower-Expansionsmodul macht den MTB zum vollwertigen, mobilen Prüfstand. (Foto: BFFT)

 

Schnelle Reaktionsfähigkeit für effektives Testing

Den MTB und die komplexeren HIL-Systeme beim Kunden in Schuss und am Laufen zu halten, ist die Aufgabe des Teams Modulwartung. Die Spezialisten sitzen hierbei direkt vor Ort beim jeweiligen Kunden und können so blitzschnell auf etwaige Herausforderungen reagieren, Abläufe überwachen und bei Bedarf Modifikationen vornehmen. Damit auch immer die richtigen Prüfabläufe und Rahmenbedingungen, wie die Restbussimulation oder Signalmanipulationen in das System eingespeist werden, beschäftigt BFFT zudem mehrere Softwareentwicklungs- und Testteams – auch innerhalb der Prüfsystemtechnik. Zunächst definieren die Kollegen eine exakte Testspezifikation, welche die versierten Programmierer dann in eine möglichst effiziente Software-Codierung zur Testfallerstellung umwandeln. So stellen die Kollegen sicher, dass nicht jeder Testablauf manuell gestartet werden muss, sondern die einzelnen Szenarien automatisch nacheinander oder sogar parallel durchlaufen. Im Anschluss rundet eine detaillierte Analyse den Testprozess bei BFFT ab.

So sorgt die Abteilung Prüfsystemtechnik im Hause BFFT dafür, dass unsere Kunden – und somit unter dem Strich auch der Endverbraucher – ein möglichst einwandfreies Produkt abliefern.