Auf der Rennstrecke
Schanzer Racing Team
Teambesprechung
Teamkollegen
23.08.2017

Schanzer Racing Driverless auf der Formula Student am Hockenheimring

Harte Wochen liegen hinter dem Team der Driverless Serie. Seit März 2017 entwickelt die 15 köpfige „Driverless Division“, die aus Softwareprogrammierern, Mechanikern, Elektronikern und Wirtschaftsingenieuren besteht, am autonomen „SRd 17“. Auf Basis neuronaler Netze (Deep Neural Networks), einer Subdisziplin des Machine Learnings, versuchen die Studenten während des Entwicklungsprozesses dem Rennwagen autonome Fahrfunktionen anzulernen und eine Art künstliche Intelligenz zu verleihen. Zum Einsatz kommt dabei die NVIDIA Drive PX2-KI-Computing-Plattform, die weltweit fortschrittlichste Entwicklungsplattform für selbstfahrende Autos. Sie kombiniert deep learning, Sensorfusion und Rundumsicht. So soll das Fahrzeug in der Lage sein jede einzelne Fahrt als Lernprozess zu nutzen und selbstständig auf die spezifischen Anforderungen in den Wettbewerbsdisziplinen reagieren zu können. Autonomes Fahren und Elektromobilität sind die automobilen Trendthemen, in denen auch die Kernkompetenzen von BFFT liegen. Der Fahrzeugtechnikentwickler entschloss sich auch deshalb, den Studenten als Hauptsponsor nicht nur finanziell zur Seite zu stehen. BFFT mit seiner Expertise im Bereich autonomes Fahren stellt dabei elektrischen und mechanischen Support zur Verfügung. U.a. übernehmen die Spezialisten den Einbau von Servo-Motoren für Lenkung und Bremse. Zudem stehen den Nachwuchsingenieuren von Schanzer Racing die Werkstätten und Support der BFFT Mitarbeiter zur Verfügung.

In der Woche vom 07.08.2017 – 13.08.2017 stand das Event-Highlight des Jahres an. Am Hockenheimring in Baden-Württemberg fand das einzige Rennen der „Driverless Division“ 2017 statt. Am Freitag den 11.08.2017 machte sich auch das BFFT-Fanmobil auf den Weg Richtung Schwaben, um die Jungs und Mädels tatkräftig zu unterstützen. Neben dem Fahrverhalten des Fahrzeuges spielen noch mehrere Faktoren für die Gesamtwertung eine Rolle. Zum einem müssen die Studenten einen Business-Plan vorlegen, zum anderen wird das Design durch eine Fachjury bewertet und das Fahrzeugkonzept muss daher hieb- und stichfest erläutert werden. Anderenfalls wird man nicht für die Fahrprüfungen zugelassen. Bei Debüt der Driverless-Rennserie, dürfte die Jury ein bisschen hart gewesen sein. Nur vier Fahrzeuge, von ursprünglich 15, durften letztendlich auf die Strecke. Eines der Team, dass es leider nicht geschafft, war das Schanzer Racing Driverless Team. Es wird nun gemeinsam mit den Ingenieuren von BFFT an der Aufarbeitung der Probleme gearbeitet, um mit dem Fahrzeug spätestens zum Sponsorenevent 100% gerüstet zu sein. Im kommenden Jahr sind einige Regeländerungen anberaumt, in der Hoffnung mehr selbstfahrende Rennwägen an den Start zu bringen. Zudem wird es nächstes Jahr nicht nur 1 Rennevent geben. Man darf gespannt sein!